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Wirtschaftsauskünfte nutzen – Umsatz und Sicherheit vereinbaren

Leer, 12.03.2010


Geschäftsbeziehungen sind dadurch geprägt, dass eine Seite der Marktteilnehmer über mehr Informationen verfügt als die andere. So weiß ein Schuldner viel mehr über sein Ausfallrisiko als ein Gläubiger.

Potenzielle Gläubiger, die nicht zwischen guten und schlechten Schuldnern unterscheiden können, müssten daher zur Risikominimierung entweder gar keine Geschäftsbeziehung eingehen oder Konditionen verlangen, die das größtmögliche Risiko abdecken und für den Geschäftspartner oft nicht akzeptabel sind. Beides verhindert Umsatz. Wirtschaftsauskünfte tragen dazu bei, diese Informationsprobleme zu überwinden. Potenzielle Gläubiger erhalten so Informationen über das Risikoprofil des Schuldners und können Geschäftsverbindungen angemessen konditionieren.

Dabei liefern sie risikorelevante Informationen für verschiedene Phasen einer Kundenbeziehung.

  • Direktvertrieb: Bonitätsstarke Potenziale werden identifiziert. Eine gezielte Ressourcenallokation in Marketing und Vertrieb wird möglich.
  • Neugeschäft: Angaben zu den aktuellen Stammdaten, zur Adresse oder den gesetzlichen Vertretern helfen, einen Geschäftspartner besser kennen zu lernen. Angaben zur Ausfallwahrscheinlichkeit und zum empfohlenen Kreditlimit ermöglichen die risikoadäquate Differenzierung der Geschäftsbedingungen. Ausfallrisiken werden erkannt und können gemessen und gesteuert werden.
  • Bestandsgeschäft: Frühwarnfunktion durch Monitoring. Risikorelevante Veränderungen der Kunden- oder Lieferantenbonität werden automatisiert gemeldet.
  • Zahlungsstörungen: Die Informationen dienen der Steuerung im Forderungsmanagement. Einzelmaßnahmen in Mahnwesen und Inkasso können so für jeden Schuldner individuell angepasst werden.



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