|
|
|
Startseite
Info-Center
Fachartikel & Checklisten
Unternehmensführung
Von der Messe in die Wolke
Von der Messe in die Wolke
Creditreform Unternehmermagazin
Creditreform Magazin, 08.02.2011
Cloud Computing ist der Mega-Trend der ITK-Branche.
Auch die CeBIT widmet sich ausgiebig der Wolke und zeigt, wie sich darin Strom, Zeit und Ressourcen sparen lassen – sofern wichtige Sicherheitshinweise beachtet werden.
Unter dem Motto „Work and Life with the Cloud“ – Arbeiten und Leben mit der Wolke – rückt die diesjährige CeBIT vom 01. bis 05. März in Hannover den Mega-Trend Cloud Computing ins Rampenlicht. Es ist das Hauptthema der Messe, und das verwundert nicht: Das Rechnen in Wolken ist der Wachstumsmotor der ITK-Branche. Nach einer Studie der International Data Corporation (IDC) wird das Cloud Computing fünfmal stärker zulegen als der restliche ITK-Markt.
War Cloud Computing bis vor kurzem eher etwas für Großunternehmen und öffentliche Verwaltungen, rücken nun immer mehr kleine und mittelständische Firmen nach. Auch sie wollen per Cloud Computing flexibel IT-Dienstleistungen und -Ressourcen beziehen und dabei zugleich sparen. In den kommenden zwölf Monaten werden KMU verstärkt auf die Cloud setzen, so IDC. Vor allem die sogenannten Private-Cloud-Modelle, mit denen Unternehmen ihre eigene Wolke aus IT-Dienstleistungen aufbauen, sehen die Analysten hier groß
im Kommen. Solche nach außen abgeschotteten Systeme kommen dem Wunsch vieler kleiner und mittelständischer Firmen entgegen, Herr über die eigenen Daten zu bleiben – eine der Hauptsorgen im Mittelstand. „Deutsche Unternehmen achten stark auf Daten- und Rechtssicherheit sowie auf den lokalen Standort von Rechenzentren“, sagt auch Carlo Velten, Seniorberater des Beratungshauses Experton Group. Nach dessen Studie haben bei mittelstandsbezogenen Private-Cloud-Angeboten derzeit IBM und Microsoft die Nasen vorn, denn
im Gegensatz zu anderen Anbietern wie Google oder Amazon decken sie eine breite Palette an Lösungen ab, die den Anforderungen mittelständischer Unternehmen entgegenkommen. Obendrein, so Experton, werde ihnen das nötige Vertrauen entgegengebracht.
Software auf Abruf
Ob aber private Wolke oder öffentliche – als großes Zugpferd sehen Experten in erster Linie den Bereich „Software as a Service“ (SaaS). Auf eigenen Servern installiert oder gemietet, erhalten Mitarbeiter per SaaS Zugriff auf benötigte Anwendungen unabhängig davon, an welchem Ort sie aktuell arbeiten. Branchengrößen wie SAP, Microsoft, IBM, Oracle und andere werden auf der CeBIT ihre SaaS-Angebote präsentieren. Aber auch mittelständische Softwarehäuser sind dazu übergegangen, Teile ihrer Software oder auch
ganze Produkte in die Wolke zu stellen und über Internettechnologien von jedem beliebigen Ort aus verfügbar zu machen. Auch sie werden ihre Cloud-Produkte mit nach Hannover bringen. Klassischerweise deckt SaaS Bereiche ab wie modulare Software-Services für Vertrieb und Kundenbetreuung (CRM), Ressourcenplanung (ERP), für Datenbanksysteme, Content Management (CMS), Online-Shops sowie Ressourcen für die Bereitstellung und Entwicklung von Webanwendungen, Portal-Lösungen oder Social-Media-Angeboten. Vor allem für
kleinere Firmen sind auch SaaS-Back-up-Lösungen interessant, mit denen Daten über sichere Internetverbindungen regelmäßig gespeichert werden. Damit erspart man sich den Aufbau eigener Backup-Systeme.
Ein anderer Bereich des Cloud Computing sind Angebote auf System- und Infrastrukturebene, wie sie vor allem Amazon, Google oder auch Fujitsu anbieten. Die offerierten Ressourcen und Tools eignen sich nicht allein für das IT-Outsourcing, den Aufbau und die Administration virtueller IT in ebenso virtuellen Firmen- und Kundennetzen, sie stellen auch die erforderlichen Systemplattformen und Programmierumgebungen für die Entwicklung und den Test neuer Cloud-Services und Webapplikationen bereit. Kostengünstige Komplettangebote,
die leistungsfähige Plattformen
nebst Entwicklungstools, Testbeds und erforderlicher IT-Infrastruktur in einer Wolke zur Verfügung stellen, könnten sich künftig als gängige Lösung für Applikationsentwickler empfehlen. Daneben bieten sich mittlerweile Open-Source-Architekturen und „freie“ Wolken als günstige Alternativen für die Entwicklung von Software-Services und selbst konzipierten Cloud-Lösungen an.
Wolke als Vertriebshilfe
Ganz weit oben auf der Wunschliste künftiger Entwicklungen stehen die Apps: Als interessant gelten dabei derzeit vor allem neue Services für Smartphones und Tablet-PCs. Sehr viele der Apps in den diversen Wolken stellen sich indes noch als schlichter Programm-Download dar. Die eigentliche Datenverarbeitung passiert nicht in der Wolke, sondern bleibt am mobilen Gadget selbst hängen. Solche Apps haben an sich nur wenig mit „echten“ Software-Services zu tun, wohl aber mit der Wolke als Instrument für den günstigen
Software-Vertrieb.
Der Aufbau einer eigenen Cloud zum Vertrieb entwickelter Apps und Softwarelösungen mit der Miet-IT externer Anbieter kann insbesondere für kleinere Software-Firmen und Start-Up-Unternehmen interessant sein. Diese können hierdurch die recht hohen Anfangsinvestitionen für den Kauf und die Einrichtung eigener Hardware und Entwicklungssysteme reduzieren. Dazu verfügen sie beim Betrieb einer eigenen SaaS-Wolke aber auch gleich über eine passende Vertriebslösung für ihre Produkte. Speziell in Verbindung mit Cloud-Architekturen,
verspricht SaaS generell eine flexible und zukunftsträchtige Form des Software-Vertriebs. Immerhin werden hier Anwendungsprogramme schnell und meist auch recht günstig über weit verzweigte Netze wie das Internet verbreitetet.
Auf Anwenderseite versprechen SaaS-Clouds ebenfalls einige prinzipielle Vorteile. So dürfen Nutzer die erforderliche IT zum Betrieb der Anwendungssoftware, deren Installation, Updates sowie den Kauf kostspieliger Komplettlizenzen theoretisch völlig vergessen – darum kümmert sich der jeweilige SaaS-Betreiber. Bestenfalls können die Anwender benötigte Applikationen auch sehr kurzfristig im Netz anmieten. Die Formalitäten hierfür erledigt man im Optimalfall über einen speziellen Webservice, sozusagen mit Selbstbedienung
per Webbrowser.
Wer auf spezielle Softwareapplikationen in einer SaaS-Wolke zurückgreifen will, muss diese allerdings erst einmal in bestehende Unternehmenslösungen und IT-Strukturen integrieren. Was dazu wiederum an Aufwand und Kenntnissen erforderlich ist, hängt vom Einzelfall ab.
Sicherheit in der Wolke
Wer daran denkt, IT-Dienstleistungen an externe Anbieter auszulagern oder externe Cloud-Angebote zu nutzen, ist in Sachen Beratung beim eco Verband der deutschen Internetwirtschaft gut aufgehoben. Bereits auf der CeBIT 2010 hatte sich der Verband dem engen Dialog von Cloud-Nutzern und -Anbietern verschrieben. In enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedsunternehmen entwickelt und prüft er rechtliche Rahmenbedingungen der Cloud-Services-Wirtschaft. Weitere Schwerpunkte sind Cloud Managed Services, Compliance sowie
Interoperabilität und Standards.
Auf die diesjährige CeBIT wird der Verband unter anderem seinen jüngst veröffentlichten „Leitfaden Cloud Computing“ mitbringen. „Die Frage, wie Verträge im Cloud Coumputing rechtssicher und datenschutzkonform gestaltet werden müssen, stellt Anbieter und Anwender immer wieder vor große Herausforderungen“, sagt Bernd Becker, Vorstandsvorsitzender von EuroCloud Deutschland_eco. „Gerade mittelständische Unternehmen können ihre Verträge häufig nicht individuell prüfen lassen.
Der Leitfaden gibt hier eine Orientierung über die rechtlichen Rahmenbedingungen.“ In Form einer Checkliste können die Vertragsparteien überprüfen, ob alle wichtigen Punkte beachtet sind. Die Checkliste ist angelehnt an die Prüfkriterien des EuroCloud SaaS Gütesiegels, mit dem der Verband seit Anfang 2011 Anbieter zertifiziert, um eine bessere Marktübersicht zu schaffen und die Auswahl des passenden Dienstleisters zu erleichtern.
Cloud Computing:
Kommt 2011 der Durchbruch?
Schätzungsweise alle 15 Jahre scheint es im IT-Bereich zu technologischen Wendepunkten zu kommen, wenn leistungsfähige Technologietreiber auf enorm gewachsene Geschäftsanforderungen treffen: Mitte der 1960er Jahre war es der Mainframe, Anfang der 80er Jahre dann der Mikroprozessor und 1995 der Beginn der Internet-Ära.
Heute feiert die Branche das Cloud Computing als aktuellen Wendepunkt. „War 2010 das Jahr der Cloud-Diskussion, so wird 2011 das Jahr der Cloud-Aktivitäten“, sagt etwa Dr. Ajei Gopal, Executive Vice President Products and Technology Group bei CA Technologies. Kein Wunder, dass im März die Wolke auch über Hannover schwebt: In sämtlichen Hallen der diesjährigen CeBIT demonstrieren Anbieter an Praxis-Beispielen Cloud-Konzepte für vielfältige Arbeits- und Lebensbereiche.
Sowohl die Größen der Branche wie IBM, Microsoft, SAP, Oracle oder Salesforce als auch mittelständische Softwarehäuser wie der CRM-Spezialist CAS oder der ERP-Hersteller Abbas zeigen ihre Cloud-Neuheiten und laden ein zu Vorträgen und Seminaren. Ebenfalls mit dabei sind Cloud-Anbieter aus dem Open-Source-Umfeld, zu finden im Open-Source-Park in Halle 2.
Autor: Dirk Schäfer
|
|
Creditreform News
15.05.2012 - SchuldnerKlima-Index Deutschland mit 102,3 Punkten im Frühjahr 2012 auf stabil-positivem Niveau mehr
15.05.2012 - Aktuelle Analyse zur Wirtschaftslage im österreichischen Mittelstand mehr
24.04.2012 - CEG Creditreform Consumer GmbH firmiert um in Creditreform Boniversum GmbH und positioniert sich neu mehr
16.04.2012 - Aktuelle Analyse: Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Frühjahr 2012 mehr
23.03.2012 - Creditreform Beiträge zur Wirtschaftsforschung Nr. 15 mehr
|
|
| |
|
|
| |
Veranstaltungshinweise |
|
| |
|
|
| | 23.05., Düsseldorf - Effizientes Debitorenmanagement mehr | | | | | |
| | 23.05., Hamburg - Sichere Geschäfte im Ausland - von der Vertragsgestaltung bis zum Zahlungseingang mehr | | | | | |
| | 24.05., Düsseldorf - Professionelles Liquiditätsmanagement - Liquidität als wichtigste Steuerungsgröße mehr | | | | | |
| | 19.06., München - Risiko Kundeninsolvenz: Ihre Möglichkeiten als Gläubiger mehr | | | | | |
| | 19.06., Oberhausen - Creditreform energy & risk mehr | | | | | |
|